KI-Assistent in der Facharztpraxis: 8 Fragen, die Sie im Test stellen sollten

Simon
4 Min.

Für alle, die mehr als 30 Patient:innen am Tag sehen.
Viele Praxen haben inzwischen einen KI-Assistenten für die Dokumentation ausprobiert, und nicht wenige haben ihn wieder abgeschaltet. HNO-Arzt Jörg Taubert aus Eutin hatte mehrere Lösungen getestet, bevor er zu Sikia kam. Sein Urteil damals: „Es hat nichts beschleunigt. Es hat genauso lange gedauert wie vorher.“
In einer vollen Facharztsprechstunde bleibt zwischen zwei Patient:innen keine Zeit. Der nächste sitzt schon im Zimmer, bevor die letzte Akte fertig ist. Ein Assistent, der dafür nicht gebaut ist, hilft dann nicht. Dieser Leitfaden zeigt, woran Sie das im Test erkennen, damit Sie die bestmögliche Lösung für Ihre Praxis finden.
Ab 30 Patient:innen zählt jede Minute
Wer 40 Patient:innen am Tag sieht und pro Akte eine Minute nacharbeitet, sitzt abends 40 Minuten länger. In einer HNO-Praxis mit 60 bis 70 Patient:innen ist es über eine Stunde. Ein Assistent, der gute Texte schreibt, aber Nacharbeit übrig lässt, verschiebt die Arbeit nur.
Herr Taubert beschreibt den Unterschied so: „Wenn die Dokumentation statt einer Minute nur noch zehn Sekunden dauert, merkt man das.“ Die folgenden acht Fragen prüfen genau das: ob nach dem Gespräch wirklich nichts mehr zu tun ist.
Acht Fragen für Ihren Test
1. Versteht der Assistent Ihr Fach?
Allgemeine Assistenten decken alle Fachrichtungen ab, Ihre nur nebenbei. Das zeigt sich bei Fachbegriffen, Befunden und Abkürzungen.
Im Test: Lassen Sie den Assistenten bei drei typischen Fällen mitlaufen und zählen Sie die Korrekturen.
Bei Sikia: Ausschließlich für die HNO gebaut und auf echte HNO-Sprechstunden trainiert. Dr. Guido Umhau aus Legau ist beeindruckt von der Qualität der Dokumentation: „Ich dachte, das mit der Aufnahme und dem Allgäuer Dialekt wird eine Katastrophe. Das Gegenteil war der Fall.“
2. Dokumentiert er so, wie Sie dokumentieren?
Viele Assistenten liefern lange Fließtexte. Wer in der vollen Sprechstunde kurze Einträge in fester Struktur braucht, kürzt dann jede Akte von Hand.
Im Test: Legen Sie einen KI-Eintrag neben einen eigenen. Müssen Sie kürzen oder umstellen?
Bei Sikia: HNO-Vorlagen in Ihrem Stil, kurze oder lange Anamnese nach Wahl, eigene Textbausteine per Sprachbefehl.
3. Ist die Dokumentation fertig, wenn der Patient geht?
Bei vielen Lösungen kommt der Text erst 30 Sekunden bis eine Minute nach dem Gespräch. Das klingt wenig, aber so lange warten Sie bei jeder Akte, oder Sie holen die Kontrolle abends nach.
Im Test: Stoppen Sie die Zeit vom Gesprächsende bis zum fertigen Text.
Bei Sikia: Das Live-Transkript läuft schon während des Gesprächs mit, und die Dokumentation steht, wenn der Patient geht. Dr. Umhau: „Der Brief ist fertig, bevor der Patient die Tür zugemacht hat.“
4. Werden auch ICD-Codes und Leistungsziffern dokumentiert?
Eine Akte ist erst komplett, wenn neben dem Befund auch Diagnosen und Leistungen erfasst sind. Liefert der Assistent nur Text, tragen Sie Codes und Ziffern weiter von Hand ein.
Im Test: Prüfen Sie nach einem Gespräch, ob die Diagnosen als ICD-Code und die genannten Leistungsziffern in der Dokumentation stehen.
Bei Sikia: ICD-Codes und Leistungsziffern werden entsprechend dem Gesprochenen miterfasst.
5. Wie kommt die Dokumentation ins PVS?
Kopieren und Einfügen kostet bei jeder Akte Sekunden und Konzentration.
Im Test: Zählen Sie die Klicks vom fertigen Text bis zum Eintrag in der Akte.
Bei Sikia: Ein Klick, direkt angebunden unter anderem an medatixx, CGM, tomedo, Pegamed, Duria und medisoftware. Dr. Iyad Darwich aus Hamburg-Othmarschen: „Ein Knopf, und ich bin in Sikia. Noch ein Knopf, und die Dokumentation steht wieder im medisoftware.“
6. Wo liegen die Daten?
Patientengespräche sind Gesundheitsdaten. Der Datenschutz muss vor der ersten Aufnahme geklärt sein.
Im Test: Fragen Sie nach dem Datenschutzkonzept (inklusive Auftragsverarbeitungsvertrag und Serverstandort).
Bei Sikia: DSGVO-konform. Die Server stehen in Nürnberg bei Hetzner, einem deutschen Unternehmen. Den Auftragsverarbeitungsvertrag schließt Ihre Praxis direkt mit Sikia. Die Audioaufnahme wird innerhalb von Sekunden wieder gelöscht.
7. Wer hilft, wenn es hakt?
Im laufenden Betrieb zählt, wie schnell ein Problem behoben ist.
Im Test: Melden Sie in der Testphase bewusst eine Kleinigkeit und achten Sie darauf, wann und wie die Antwort kommt.
Bei Sikia: Dr. Miriam Cirugeda-Kühnert aus Stuttgart-Degerloch: „Wenn etwas ist, reicht eine E-Mail, und dann wird es korrigiert.“
8. Was kann der Assistent über die Dokumentation hinaus?
Die Sprechstunde besteht nicht nur aus Dokumentation. Hilfreich ist ein Werkzeug, das Ihnen auch andere Sprach- und Schreibarbeit abnimmt.
Im Test: Probieren Sie eine Funktion außerhalb der Sprechstundendokumentation aus, etwa ein Gutachten zu diktieren.
Bei Sikia: Sikia spricht über 55 Sprachen, und der Live-Dolmetscher übersetzt, wenn Sie die Sprache Ihrer Patient:innen nicht sprechen. Nie mehr Google Translate, Kommunikation mit Händen und Füßen und das komische Gefühl, dass die Behandlung dadurch beeinflusst wird. Dazu kommt ein Diktiermodus für Gutachten und E-Mails.
Der Vergleich auf einen Blick
Im Test prüfen | Was Sie kennen | Mit Sikia |
|---|---|---|
Fachtiefe | Für alle Fachrichtungen, HNO nebenbei | ✓ Nur HNO, trainiert auf echte HNO-Sprechstunden |
Dokumentationsstil | Text zu lang, nicht Ihr Stil | ✓ HNO-Vorlagen in Ihrem Dokumentationsstil |
Geschwindigkeit | Text kommt 30 bis 60 Sekunden später | ✓ Live-Transkript, fertig, wenn der Patient geht |
ICD-Codes und Ziffern | Nur Text, Codes und Ziffern von Hand | ✓ ICD-Codes und Leistungsziffern werden miterfasst |
Übertragung ins PVS | Kopieren und Einfügen | ✓ Ein Klick, direkt ins PVS (Medatixx, CGM, tomedo, t2med, Duria, …) |
Datenschutz | Datenschutzkonzept genau prüfen | ✓ Server in Nürnberg, Audio nach Sekunden gelöscht |
Support | Lange Wartezeiten, etwa beim PVS-Anbieter | ✓ Schnelle Antwort, direkt vom Sikia-Team |
Mehr als Dokumentation | Nur die Sprechstundendokumentation | ✓ Live-Dolmetscher (55+ Sprachen), Diktiermodus |
So wird Ihr Test aussagekräftig
Voller Tag statt drei Patient:innen. Erst unter Zeitdruck zeigt sich, ob der Assistent trägt.
Vorlagen vorher hinterlegen. Ohne Ihre Struktur testen Sie den Standard, nicht das Produkt.
Eine Zahl messen: Sekunden vom Gesprächsende bis zum Eintrag im PVS.
Wann ein allgemeiner Assistent reicht
Wer wenige, lange Gespräche am Tag führt und Zeit für die Nachbereitung einplant, kommt mit einem allgemeinen Assistenten oft gut zurecht. Ab etwa 30 Patient:innen am Tag kippt die Rechnung. Dann entscheiden Fachtiefe, Echtzeit und PVS-Anbindung darüber, ob Sie Zeit gewinnen.
Sikia in Ihrer Praxis testen
Sikia ist in über 50 HNO-Praxen im Einsatz. Im Erstgespräch zeigen wir Ihnen die Anbindung an Ihr PVS und richten Ihre Testphase ein.